Linearized Augmented Plane-Wave (LAPW)
Wenn man die Lösung eines Einteilchenproblems betrachtet, hat man
zwei Bereiche zu unterscheiden. Zum einem die Bereiche um die Atomkerne,
in der
die Einteilchenwellenfunktion stark oszilliert, und einen Bereich, in der die
Einteilchenwellenfunktion sich nur verhältnismässig schwach ändert.
Diesem Sachverhalt tragen die
LAPW-Basisfunktionen [And75,Ham79,WKW85,Sin94] Rechnung,
indem zum einen in den nicht
überlappenden muffin-tin-Kugeln um die Atomkerne Lösungen der radialen
Schrödingergleichungen bestimmt werden und zum anderen im Zwischenbereich
ebene Wellen gewählt werden:
Damit ergibt sich für die Enveloppenfunktion
in
Gleichung (Basisfunktion)
wobei
ein reziproker Gittervektor ist. Die LAPW-Basisfunktionen
werden somit durch Vektoren des reziproken Gitters charakterisiert.
Die ebenen Wellen
werden in die Atomkugeln fortgesetzt, indem man sie nach
sphärischen Wellen entwickelt:
Für die Funktion
in Gleichung (Basisfunktion)
mit der logarithmischen Ableitung
ergibt sich:
Damit erhält man
und
mit
bezüglich der Funktion~
in Definition (LAPW Enveloppenfunktion) für
die LAPW-Methode. Um die Säkulargleichung zu lösen, muss man nur noch die
Gleichungen (
) und (
) in Gleichung (Basisfunktion)
einsetzen
und die Matrixelemente, definiert in der Gleichung (Eigenwertproblem), berechnen.
Mit der Definition der potentialparameterabhängigen Grössen
und
ergibt sich schliesslich die Säkulargleichung zu